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Placebo- und Nonplacebo-Behandlungen haben sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Patientenergebnisse. Um das Muster der Behandlungseffekte besser zu verstehen, werden drei spezifische Interventionen behandelt, von denen berichtet wird, dass sie mehr Schaden als Nutzen verursachen: kritische Vorfallstress-Debriefings, Gruppentherapie für Jugendliche mit Verhaltensstörungen und Psychotherapie für die dissoziative Identitätsstörung. In jedem Fall gibt es eine Interaktion zwischen Mechanismen, von denen angenommen wird, dass sie sowohl Placebo- als auch spezifische Behandlungseffekte zugrunde liegen. Zu den Mechanismen, die als Grundlage für Placebo- und Nocebo-Effekte vermutet werden, gehören die Patientenerwartung, selbstfokussierte Aufmerksamkeit auf Symptome, Motivation zur Veränderung und soziokulturelle Rollenausführungshinweise. In den drei behandelten Therapien interagieren spezifische Mechanismen mit unspezifischen Mechanismen, um iatrogene Effekte zu erzeugen. Um das Wissen voranzutreiben, ist es wichtig, sowohl die Theorie der Behandlung und ihre erwarteten Ergebnisse zu spezifizieren als auch die Theorie zu testen. Nur durch die Berücksichtigung der empirischen Ergebnisse aus programmatischen Forschungen über spezifische und unspezifische Effekte und deren Interaktion ist es möglich, die Ergebnisse der Behandlung über den Status quo hinaus zu verbessern.
Bootzin et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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