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HINTERGRUND: Krebserkrankungen entstehen durch multiple erworbene Mutationen, die vermutlich über viele Jahre auftreten. Frühstadien der Krebsentwicklung könnten Jahre vor dem klinischen Auftreten des Krebses vorhanden sein. METHODEN: Wir analysierten Daten aus der Ganz-Exom-Sequenzierung von DNA aus peripheren Blutzellen von 12.380 Personen, ohne Auswahl nach Krebs- oder hämatologischen Phänotypen. Wir identifizierten somatische Mutationen anhand ungewöhnlicher allelischer Fraktionen. Wir nutzten Daten der schwedischen nationalen Patientenregister, um Gesundheitsausgänge 2 bis 7 Jahre nach der DNA-Probenentnahme zu verfolgen. ERGEBNISSE: Klonale Hämatopoese mit somatischen Mutationen wurde bei 10 % der Personen über 65 Jahren beobachtet, aber nur bei 1 % der unter 50-Jährigen. Nachweisbare klonale Expansionen betrafen am häufigsten somatische Mutationen in drei Genen (DNMT3A, ASXL1 und TET2), die zuvor mit hämatologischen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht wurden. Klonale Hämatopoese war ein starker Risikofaktor für nachfolgenden hämatologischen Krebs (Hazard Ratio 12,9; 95 % Konfidenzintervall 5,8 bis 28,7). Ungefähr 42 % der hämatologischen Krebserkrankungen in diesem Kollektiv traten bei Personen mit Klonalität zum Zeitpunkt der DNA-Probenentnahme auf, mehr als 6 Monate vor der ersten Krebsdiagnose. Die Analyse von Knochenmarkbiopsien von zwei Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose von akuter myeloischer Leukämie zeigte, dass deren Krebserkrankungen aus den vorherigen Klonen stammten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Klonale Hämatopoese mit somatischen Mutationen ist durch DNA-Sequenzierung leicht nachweisbar, wird mit zunehmendem Alter häufiger und ist mit erhöhtem Risiko für hämatologischen Krebs und Tod assoziiert. Eine Untergruppe der in myeloischen Krebspatienten mutierten Gene ist häufig in scheinbar gesunden Personen mutiert; diese Mutationen könnten charakteristische frühe Ereignisse in der Entwicklung hämatologischer Krebserkrankungen darstellen. (Gefördert vom National Human Genome Research Institute und anderen.)
Genovese et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.
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