Die Dokumentation und das Verständnis des Wohlergehens älterer Tiere sind entscheidend für die Aufrechterhaltung ihres Wohlbefindens und für angemessene Managemententscheidungen. Diese Studie beschreibt die Verhaltensweisen eines extrem alten Rhesusaffen (ISK), bei dem senile Plaques und phosphoryliertes Tau in postmortalen pathologischen Analysen des Gehirns beobachtet wurden. Wir berichten über die Aktivitätsbudgets, Verhaltensrhythmen, Gang, Lebensqualität (QoL) Bewertungen und anekdotische Episoden dieses Individuums. Die durchschnittlichen 24-Stunden-Aktivitätsbudgets, basierend auf den Aufzeichnungen von Überwachungskameras, zeigten, dass ISK die meiste Zeit inaktiv war. ISK war manchmal nachts aktiv, jedoch blieb ihr Verhalten überwiegend tagaktiv. Die Ganganalyse deutete darauf hin, dass sich ihre Bewegungsmuster zwischen der ersten (Dezember 2020) und der letzten (Juni 2021) Bewertung veränderten. QoL-Bewertungen, die mithilfe eines Bewertungsbogens durchgeführt wurden, zeigten zu Beginn relativ gutes Wohlergehen, was sich jedoch im späteren Lebensabschnitt änderte. Eine anekdotische Episode sowie das Pflegeprotokoll deuteten auf Anzeichen kognitiven Rückgangs hin. Diese Ergebnisse legen mögliche Anzeichen eines körperlichen Rückgangs sowie einige Verhaltensänderungen nahe, die mit kognitivem Rückgang bei einem extrem alten Rhesusaffen in Verbindung stehen könnten. Wir konnten jedoch kognitive Dysfunktionen ohne weitere kontrollierte kognitive Tests nicht bestätigen. Wir hoffen, dass zukünftige Studien die in dieser Studie beobachteten Verhaltenssymptome als Monitoring-Elemente betrachten werden, um den körperlichen und kognitiven Rückgang sowie mögliche Zusammenhänge mit der QoL bei Primaten besser zu verstehen.
Yamanashi et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.