EINFÜHRUNG: Kognitive Reserve (CR) bezieht sich auf die Fähigkeit des Gehirns, die kognitive Leistung trotz Neurodegeneration aufrechtzuerhalten. Die Untersuchung der CR bei semantischer Variante der primären progressiven Aphasie (svPPA) könnte die Variabilität des Krankheitsverlaufs klären und schützende Faktoren identifizieren. METHODEN: Wir untersuchten, ob Bildung und berufliche Qualifikation - zwei häufige CR-Proxy - die Beziehung zwischen dem grauen Gehirnvolumen und der kognitiven Leistung bei 58 Personen mit svPPA moderierten. Multiple lineare Regressionsmodelle wurden verwendet, um die Basislinie und langfristige Veränderungen in fünf semantischen und nicht-semantischen Aufgaben zu bewerten. ERGEBNISSE: Größeres Gehirnvolumen war mit besserer kognitiver Leistung in allen Aufgaben verbunden. CR moderierte diese Beziehung jedoch nur bei semantischen Aufgaben. Zu Beginn war eine höhere Bildung/Beruf mit besserer semantischer Leistung verknüpft, wenn das Gehirnvolumen geringer war. Längerfristig war eine höhere Bildung/Beruf mit einem schnelleren Rückgang der semantischen Leistung bei geringerem Gehirnvolumen verbunden. DISKUSSION: CR beeinflusst die Sprachleistung bei svPPA, was darauf hindeutet, dass ihre Auswirkungen bereichsspezifisch sind und mit dem Fortschrittsmuster dieses Syndroms übereinstimmen.
Grebe et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.