Hintergrund/Ziele: Erhöhtes Lipoprotein(a) Lp(a) ist ein unabhängiger ursächlicher Risikofaktor für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen und kann zur erhöhten koronaren Komplexität und ungünstigen Ergebnissen nach akutem Myokardinfarkt (AMI) beitragen. Daten zu seiner prognostischen Bedeutung in Südosteuropa sind begrenzt. Diese Studie hatte zum Ziel, die Assoziation zwischen erhöhten Lp(a)-Spiegeln, der Schwere der koronaren Herzkrankheit und schwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen (MACE) nach 1 und 6 Monaten nach AMI zu bewerten. Methoden: Diese prospektive Studie umfasste 150 aufeinanderfolgende Patienten mit STEMI und NSTEMI, die zwischen Dezember 2024 und August 2025 eingeschlossen wurden. MACE wurde definiert als eine Kombination aus Gesamt-Kardialtod, wiederholtem Myokardinfarkt, zerebrovaskulärem Insult, Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion und neuer Revascularisierung, entweder PCI oder CABG. Ergebnisse: Patienten mit erhöhtem Lp(a) wiesen eine signifikant höhere koronare Krankheitslast auf, was sich in höheren durchschnittlichen SYNTAX-Punkten widerspiegelte (17,3 ± 7,0 vs. 13,8 ± 7,0; p = 0,011) und einem höheren Anteil an intermediate- und high-risk SYNTAX-Klassifikationen (p = 0,016). Obwohl die Anzahl der erkrankten Gefäße nicht signifikant unterschiedlich war, trat die Drei-Gefäß-Erkrankung in der Gruppe mit erhöhtem Lp(a) häufiger auf. Beim 1-Monats-Follow-up war die allgemeine MACE-Inzidenz numerisch höher, jedoch nicht statistisch signifikant zwischen den Gruppen. Nach 6 Monaten war die Inzidenz von Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion bei Patienten mit erhöhtem Lp(a) signifikant erhöht (27,7 % vs. 12,2 %; p = 0,027). Die binäre logistische Regression zeigte, dass erhöhtes Lp(a) unabhängig 6-Monats-MACE vorhersagte (OR 2,768, p = 0,011, 95 % CI 1,262–6,072), jedoch nicht die Ergebnisse nach 1 Monat. Schlussfolgerungen: Erhöhtes Lp(a) ist mit einer erhöhten Schwere der koronaren Herzkrankheit und einem höheren mittelfristigen MACE-Risiko nach AMI assoziiert.
Jamakovic et al. (Do.) untersuchten diese Frage.