ZUSAMMENFASSUNG Dieser Artikel untersucht Geronimo: Eine amerikanische Legende (1993) als einen weniger erforschten revisionistischen Western der 1990er Jahre. Er argumentiert, dass der Film einen kritischen Moment in Hollywoods sich entwickelnder Darstellung der „Indian Wars“ markiert. Er zeigt, wie der Film die strukturelle Gewalt der US-Expansion durch eine historisch fundierte Darstellung des Apache-Widerstands offenbart und wie der Film die rassifizierte Logik des siedlerkolonialen Systems durch die Darstellung der liminalen politischen Position der Apache-Späher in den Vordergrund stellt. Es wird jedoch auch behauptet, dass die Abhängigkeit des Films von einer überwiegend weißen Perspektive letztendlich die strukturellen Grenzen des Hollywood-Revisionismus bei der Darstellung der Agentur und der historischen Erfahrung der Ureinwohner offenbart.
Yining Zhou (Mo,) hat diese Frage untersucht.