Diese Forschung untersuchte die Auswirkungen der emotionalen Sozialisationseinstellungen der Eltern auf das Mobbing- und Opferverhalten von Kindern sowie deren Temperamentseigenschaften im Kontext demografischer Variablen. Die Ergebnisse zeigten, dass elterliche Reaktionen, die von Bedrängnis, Bestrafung, Herabsetzung und emotionalem Fokus geprägt sind, eine entscheidende Rolle in der sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder spielen. Insbesondere waren bestrafende und herabsetzende elterliche Reaktionen mit negativen Temperamentseigenschaften und Mobbingverhalten verbunden; emotional fokussierte Reaktionen erhöhten dagegen das Opferverhalten. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Faktoren wie Geschlecht, Alter des Kindes, Bildungsgrad der Eltern und sozioökonomischer Status signifikante Auswirkungen auf die elterlichen Einstellungen und die Temperamentseigenschaften der Kinder haben. In diesem Zusammenhang zeigt die Forschung, dass die Qualität emotionaler Kommunikation innerhalb der Familie das soziale Verhalten der Kinder direkt beeinflussen kann. Die Art und Weise, wie Eltern auf Emotionen reagieren, ist entscheidend für die Beziehungen der Kinder sowohl zu sich selbst als auch zu anderen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit umfassender Elternbildungsprogramme und schulbasierter Interventionen zur Unterstützung der emotionalen Regulierungskompetenzen von Kindern und zur Prävention von Mobbing. In diesem Rahmen wird empfohlen, dass Eltern eine akzeptierende und unterstützende Haltung gegenüber den Emotionen ihrer Kinder einnehmen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Pädagogen Strategien anwenden, die emotionales Lernen in Klassenzimmern fördern. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass auch auf gesellschaftlicher Ebene Maßnahmen erforderlich sind, um das Wohlergehen von Kindern zu fördern. Die Stärkung eines empathischen Ansatzes in der Eltern-Kind-Beziehung hat positive Auswirkungen auf die Anpassungsfähigkeit des Kindes sowohl im individuellen als auch im sozialen Bereich. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung der Bewusstseinsbildung der Eltern von der frühen Kindheit an für die Fähigkeit der Kinder, gesunde soziale Beziehungen aufzubauen. In diesem Zusammenhang wird die Unterstützung der emotionalen Sozialisationsprozesse sowohl innerhalb der Familie als auch in Bildungseinrichtungen langfristig zu gesünderen Individuen beitragen.
Ece Nur Dönbak (Thu,) hat diese Frage untersucht.