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Die WHO-Klassifikation (Weltgesundheitsorganisation) von 2021 für Gehirntumoren berücksichtigte die rasanten Fortschritte im molekularen, genetischen und pathogenetischen Verständnis der Gehirntumorpathogenese, des Verhaltens und der Therapieansprechen. Sie revolutionierte die Klassifikation von Gehirntumoren, indem sie großen Wert auf molekulare Typen legte und adulte und pädiatrische diffuse Gliome vollständig voneinander trennte. Hirnstammgliome (BSGs) sind die häufigsten primären Tumoren im Hirnstamm, obwohl sie bei Erwachsenen im Vergleich zur pädiatrischen Bevölkerung recht ungewöhnlich sind und weniger als 2% der erwachsenen Gliome ausmachen. Chirurgie ist nicht immer die bevorzugte Behandlungsform, da eine Resektion selten möglich ist und die Gesamtüberlebensrate nicht verbessert. Biopsien werden in der Regel nicht durchgeführt, da der Standort gefährlich ist. Daher stellt die MRT (Magnetresonanztomographie) ohne und mit Gadolinum-Verabreichung die optimale nicht-invasive radiologische Technik dar, um die Diagnose von Hirnstammgliomen zu unterstützen, eine multidisziplinäre Behandlung zu planen und für Nachuntersuchungen. Das MRT-Protokoll umfasst morphologische Sequenzen sowie funktionale und fortgeschrittene Sequenzen wie DWI/ADC (Diffusionsgewichtete Bildgebung/Apparenter Diffusionskoeffizient), DTI (Diffusions-Tensor-Bildgebung), PWI (Perfusionsgewichtete Bildgebung) und MRS (Magnetresonanzspektroskopie), die die Genauigkeit der Diagnose von BSGs verbessern, indem sie wesentliche Informationen über die Zellulärität, das infiltrative Verhalten gegenüber den v-Faserbahnen, die Vaskularität und die molekularen Veränderungen hinzufügen. Hirnstammgliome wurden auf der Grundlage ihres MRT-radiologischen Aussehens in vier Kategorien unterteilt, einschließlich diffuser intrinsischer niedriggradiger Gliome, maligner Gliome mit Kontrastmittelanreicherung, lokalisierter tekter Gliome und anderer Formen. Ziel unserer Übersicht ist es, Einblick in die Rolle fortgeschrittener MRT-Sequenzen bei der Diagnose und Nachverfolgung von adulten Hirnstammgliomen zu geben.
Guarnera et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.