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ZIEL: Untersuchung potenzieller Risikofaktoren für die Medikamentenfehladhärenz bei Patienten mit Schizophrenie und bipolaren Störungen. METHODIK: Insgesamt 255 Patienten wurden klinisch bewertet, neurokognitive Tests durchgeführt und Blutproben entnommen. Die Patienten wurden in Gruppen von 'Keine', 'Teilweise' oder 'Vollständiger' Adhärenz eingeteilt. Beziehungen zu verschiedenen Risikofaktoren wurden analysiert. ERGEBNISSE: Bei Schizophrenie waren der Gebrauch von illegalen Substanzen, Alkohol und geringe Einsicht mit schlechterer Adhärenz verbunden. Schizophrenie-Patienten mit keiner Adhärenz schnitten bei Tests zur exekutiven Funktion, verbalem Lernen und Gedächtnis besser ab und hatten einen höheren IQ als Patienten mit besserer Adhärenz. In der Gruppe ohne Adhärenz gab es höhere Werte autonomer Nebenwirkungen, aber der Body-Mass-Index war in der Gruppe mit teilweiser Adhärenz niedriger als in der Gruppe mit voller Adhärenz. Bei den bipolaren Störungen gab es einen Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von illegalen Substanzen und Alkohol und schlechter Adhärenz. Wir fanden keinen Zusammenhang zwischen dem Adhärenzverhalten und der Neurokognition in der Gruppe mit bipolaren Störungen. SCHLUSSFOLGERUNG: Substanzgebrauch ist ein wichtiger Risikofaktor für Nicht-Adhärenz bei Patienten mit Schizophrenie und bipolaren Störungen. Geringe Einsicht ist ebenfalls ein Risikofaktor bei Schizophrenie. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass kognitive Dysfunktion kein Risikofaktor für Nicht-Adhärenz in diesen Diagnosegruppen ist.
Jónsdóttir et al. (Fr,) untersuchten diese Fragestellung.
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