Trotz bedeutender Fortschritte in der biomedizinischen Forschung bleibt die Zerlegung krankheitsrelevanter molekularer Signalwege aufgrund von Redundanzen in den Signalwegen, transienten Proteininteraktionen und der begrenzten spatiotemporalen Präzision bestehender Werkzeuge eine Herausforderung. Die Erweiterung des genetischen Codes (GCE) adressiert diese Einschränkungen, indem sie die standortspezifische Einbeziehung von nicht-kanonischen Aminosäuren ermöglicht, die Proteine mit neuartigen chemischen, photophysikalischen oder regulatorischen Eigenschaften direkt in lebenden Systemen ausstattet. Diese Fähigkeit gewährt einzigartigen Zugang zu dynamischen Proteininteraktionen, posttranslationalen Modifikationen und Signalisierungsereignissen in zellulären Umgebungen. Hier heben wir die jüngsten Fortschritte in der GCE hervor, die besonders geeignet sind, um die Krankheitsbiologie in zunehmend physiologisch relevanten Kontexten zu studieren, erörtern zentrale Herausforderungen, die die breitere Umsetzung einschränken, und skizzieren aufkommende Methoden, die diese Technologie als transformative Plattform der synthetischen Biologie für die mechanistische Zerlegung von Krankheitsprozessen positionieren.
Phromkrasae et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.