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EINFÜHRUNG: Die Diagnose von Parodontalerkrankungen erfordert die Erfassung klinischer und parodontaler Variablen. Mögliche Messfehler bei der Aufnahme der parodontalen Befunde hängen von der Messmethode ab. ZIEL: Das Ziel der Studie war es, eine elektronische, druckkalibrierte Sonde mit einer standardmäßigen, manuellen Messsonde zu vergleichen, die zur Erfassung parodontaler Variablen verwendet wird. MATERIALIEN UND METHODEN: Die Studie umfasste 25 Probanden mit Parodontalerkrankungen. Ihre Befunde wurden von zwei Benutzern auf randomisierter Basis unter Verwendung einer Standardsonde und einer elektronischen, druckkalibrierten Sonde im Abstand von 24 Stunden erfasst. Die aufgezeichneten klinischen Variablen umfassten Taschen-Tiefe (PD), Attachment-Level (AL), Blutung bei Sondierung (BOP), die gesamte Zeit, die benötigt wurde, um die Befunde zu erheben, und das Schmerzempfinden, gemessen mit einer visuellen Analogskala (VAS). Die Daten wurden statistisch mit dem gepaarten t-Test analysiert. ERGEBNISSE: Die Messwerte (24 Patienten) für PD (p=0,03) und BOP (p=0,01) wiesen einen signifikanten Unterschied auf (gepaarter t-Test, p>0,05), während es keinen statistischen Unterschied für AL gab (p=0,064). Eine Klassifizierung von PD in Gruppen von 1-3mm, 4-6mm und ≥7mm zeigte, dass die manuelle Methode höhere Werte maß als die elektronische Methode (p=0,001). Die Messwerte ergaben keine signifikanten Unterschiede (p>0,05) hinsichtlich der insgesamt benötigten Zeit zur Erhebung der Befunde und der Messzeit für PD/AL. Es gab einen signifikanten Unterschied (Wilcoxon-Test, p<0,05) in den VAS-Werten (p=0,048) und in Bezug auf die zur Aufnahme der BOP-Befunde benötigte Zeit (p=0,004). FAZIT: Es kann davon ausgegangen werden, dass die elektronische Sonde hauptsächlich in der unterstützenden parodontalen Therapie eingesetzt werden sollte. Die vorliegende Studie zeigte, dass die Verwendung einer standardmäßigen manuellen Sonde unerlässlich ist, um auffällige oder unklare Messwerte zu überprüfen oder bei der Behandlung von tiefen Taschen größer als 7mm.
Antonio Renatus (Fr,), studierte diese Frage.
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