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PRAGMATISCHE RELEVANZ: Routinemäßig verwendete Marker der Nierenfunktion in der klinischen Praxis sind Harnstoff und Kreatinin. Diese sind jedoch unempfindliche Marker, insbesondere in den frühen Stadien der Nierenerkrankung. Die Messung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) wird als der sensitivste Index der funktionierenden Nierenmasse angesehen. Sie kann für feline Patienten in verschiedenen klinischen Szenarien nützlich sein; beispielsweise, wenn eine genauere Messung der Nierenfunktion die Diagnose unterstützen kann, um die Reaktion auf therapeutische Interventionen enger zu überwachen oder um die Nierenfunktion vor der Anwendung von nephrotoxischen oder renal eliminierten Medikamenten zu beurteilen. KLINISCHE HERAUSFORDERUNGEN: Traditionelle Methoden zur Messung der GFR, wie die renale Clearance oder Multisample-Plasaclearance-Techniken, sind im Allgemeinen für die klinische Anwendung unpraktisch. Eingeschränkte Probenentnahme und Einzelproben-Plasaclearance-Methoden unter Verwendung des Filtrationsmarkeres Iohexol wurden bei Katzen validiert. Diese haben den Vorteil, dass sie den Stress für Katzen, der mit wiederholter Probenentnahme verbunden ist, verringern und die Analyse kostenreduzieren, weshalb sie einen größeren klinischen Nutzen bieten. Es wurden Versuche unternommen, eine geschätzte GFR (eGFR) Formel zu entwickeln, die der bei menschlichen Patienten verwendeten ähnelt, jedoch ist derzeit keine genaue und zuverlässige Formel verfügbar. ZIELGRUPPE: Diese Übersicht präsentiert die Grundlagen für das theoretische Verständnis und die praktische Messung der GFR für jeden Tierarzt, der eine genauere und sensitivere Bewertung der Nierenfunktion wünscht, als sie routinemäßig verwendete Marker bieten. EVIDENZBASIS: Die Übersicht stützt sich auf Erkenntnisse aus peer-reviewed Publikationen, der Dissertation der Autorin und auch klinischer Erfahrung.
Natalie Finch (Do.) untersuchte diese Frage.