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Die Massifizierung der sekundären Schulbildung stellt das zentrale Bildungsprojekt der ersten Nachkriegsperiode dar. Allerdings unterschieden sich die daraus resultierenden Bildungsstrukturen hinsichtlich Streaming und Standardisierung. Trotz ihrer historischen Opposition gegen eine solche Expansion trugen Zentrum-Rechts-Parteien zur Gestaltung dieser Reformen bei. Sie lehnten in der Regel die Standardisierung ab, da ihre distributive Strategie auf der Unterstützung von Eliten und Mittelschichten basierte. Ihre Haltung zum Streaming variierte jedoch. Zentrum-Rechts-Parteien unterstützten Streaming, wenn es mit Lehrern und privaten Anbietern verbunden war, die sich gegen umfassende Reformen wandten, unterstützten aber De-Streaming, wenn solche Gruppen sich mit der Linken ausrichteten. Dieser Artikel zeigt, wie Zentrum-Rechts-Parteien in Bayern, Frankreich und Italien mit gemeinsamen parteipolitischen Verteilungszielen unterschiedliche Reformen des öffentlichen Dienstes einführten, basierend auf ihren Verbindungen zu verschiedenen interessierten Produzenten. Es wird argumentiert, dass die Theoretisierung solcher Reformen sowohl die distributiven als auch die produktiven Umfelder berücksichtigen muss.
Giudici et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.