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ZIEL: Psychologen theorieren, dass kognitives Denken zwei verschiedene Prozesse umfasst: System 1, das schnell, unbewusst und kontextabhängig ist, und System 2, das langsam, logisch und rational ist. Laut der Literatur entstehen diagnostische Fehler hauptsächlich aus System 1-Denken, und sind daher mit schneller Diagnose verbunden. Diese Studie testete, ob die Genauigkeit mit kürzeren oder längeren Zeiten bis zur Diagnose assoziiert ist. METHODEN: Unmittelbar nach der Durchführung der Medical Council of Canada Qualifying Examination (MCCQE) Teil II im Jahr 2010 an drei Prüfungszentren rekrutierten die Autoren Teilnehmer, die eine Reihe von 25 schriftlichen Fällen unterschiedlicher Schwierigkeit lasen und diagnostizierten. Die Autoren berechneten die Genauigkeit und Reaktionszeit (RT) für jeden Fall. ERGEBNISSE: Fünfundsiebzig kanadische Medizinstudenten (von 95 potenziellen Teilnehmern) nahmen teil. Die Gesamtkorrelation zwischen RT und Genauigkeit betrug -0,54; die Genauigkeit war somit stark mit einer schnelleren RT assoziiert. Diese negative Beziehung zur RT hielt für 23 von 25 Fällen einzeln und insgesamt, als die Autoren das Wissen der Teilnehmer anhand ihrer MCCQE Teil I und II Noten kontrollierten. Für 19 von 25 Fällen war die Genauigkeit bei jedem Fall positiv mit Erfahrung in Bezug auf diese spezifische Diagnose verbunden. Die Gesamtleistung eines Teilnehmers im Test war signifikant mit seiner oder ihrer Leistung sowohl bei MCCQE Teil I als auch Teil II korreliert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Ergebnisse sind inkonsistent mit klinischen Denkmodellen, die davon ausgehen, dass System 1-Denken notwendigerweise fehleranfälliger ist als System 2. Diese Ergebnisse deuten stattdessen darauf hin, dass schnelle Diagnosen genau sind und mit anderen Maßstäben der Kompetenz in Beziehung stehen.
Sherbino et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.
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