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Die Verhaltensökonomie hat gezeigt, dass Menschen oft von den klassischen Annahmen über selbstinteressiertes Verhalten abweichen: Sie haben soziale Präferenzen und kümmern sich um Fragen der Fairness und Gegenseitigkeit. Sozialpsychologen zeigen, dass diese Präferenzen zwischen den Akteuren variieren, wobei einige prosoziale Wertorientierungen stärker ausgeprägt haben als andere. Durch die Integration eines Laborexperiments zur Verhandlung mit originaler Archivforschung zur anglo-französischen und franco-deutschen Diplomatie in der Zwischenkriegszeit zeigen die Autoren, wie Fairness und Gegenseitigkeit in sozialen Interaktionen von Bedeutung sind. Dass Prosoziale ihren Verhandlungsdruck nicht in dem Maße ausnutzen wie Selbstinteressierte, hilft zu erklären, warum einige Paare von Akteuren besser in der Lage sind, Verhandlungsfehler zu vermeiden als andere. Angesichts des konsequenten Egoismus seitens der verhandelnden Partner engageieren Prosoziale sich jedoch in negativer Gegenseitigkeit und übernehmen das gleiche Verhalten wie Selbstinteressierte.
Kertzer et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.