Zusammenfassung Kollektive Interessenvertretung galt lange als randständig im Kultursektor, hat sich in den letzten Jahren jedoch etabliert. Der Beitrag führt den Kultursektor am Beispiel der darstellenden Künste als arbeitspolitisches Konfliktfeld in die soziologische Debatte ein und untersucht Formen der Regulierung von Arbeit in diesem Feld. Auf Grundlage einer feldtheoretischen Perspektive wird Arbeitspolitik als symbolisch vermittelter Machtkampf konzeptualisiert. Die Analyse basiert auf 30 leitfadengestützten Interviews mit Akteur:innen des öffentlich finanzierten und des freien Theaterfeldes sowie mit Vertreter:innen kulturpolitischer und arbeitgeberseitiger Positionen und wird durch teilnehmende Beobachtungen ergänzt. Entlang der Achsen Klassifikations- und Deutungsmacht, Aufmerksamkeit und Amtskapital zeigt der Beitrag, wie kollektive Durchsetzungsfähigkeit entsteht. Der Beitrag macht deutlich, dass die Regulierung von Arbeit ein feldspezifischer, symbolisch vermittelter Prozess ist.
Alexandra Manske (Wed,) studied this question.