Hintergrund und Zielsetzung Endovaskuläre Verfahren (Angioplastie oder Stenting, einschließlich ballonbasierter Interventionen) werden bei symptomatischer intrakranieller atherosklerotischer Stenose eingesetzt, doch bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der frühen Sicherheit im Vergleich zur rein medikamentösen Therapie. Ziel ist es, frühe Sicherheitsdaten der endovaskulären Therapie mit der medizinischen Behandlung bei Patienten mit symptomatischer intrakranieller atherosklerotischer Stenose zu vergleichen. Methoden Wir führten ein aktualisiertes systematisches Review und eine Meta-Analyse durch und fassten alle Studien zusammen, die endovaskuläre Therapie gegenüber medizinischer Behandlung untersuchten. Mit Random-Effects-Modellen wurden Risikoverhältnisse (RRs) für frühe Sicherheitsdaten gepoolt; statistische Heterogenität wurde mittels I2 zusammengefasst. Ergebnisse Die endovaskuläre Therapie war mit einem höheren Risiko für jeden ischämischen Schlaganfall innerhalb von 30 Tagen verbunden (RR 1,85, 95% CI 1,10–3,12; I2=0%; 5 Studien), intrakranieller Blutung (RR 5,53, 95% CI 2,25–13,60; I2=0%; 8 Studien) und Schlaganfall oder Tod innerhalb von 30 Tagen (RR 2,26, 95% CI 1,45–3,53; I2=0%; 6 Studien). Die Gesamtmortalität innerhalb von 30 Tagen zeigte keinen klaren Unterschied (RR 1,80, 95% CI 0,53–6,12; I2=10,07%; 6 Studien). Schlussfolgerungen Im Vergleich zur rein medikamentösen Behandlung war die endovaskuläre Therapie mit erhöhten frühen Risiken für ischämischen Schlaganfall, intrakranielle Blutung und der Kombination aus Schlaganfall oder Tod verbunden, ohne einen klaren Unterschied in der kurzfristigen Gesamtmortalität. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer sorgfältigen Patientenauswahl und Strategien zur Reduktion periprozeduraler Komplikationen bei der Überlegung endovaskulärer Interventionen. Interessenkonflikt Alle Autoren geben an, keine Interessenkonflikte zu haben. Abbildung 1 - gehört zu den Ergebnissen
Elaraby et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.