Das implizite Lernen von Sequenzen und visuomotorischen Fähigkeiten ist wichtig für erfolgreiches zielgerichtetes Verhalten in alltäglichen Aufgaben. Frühere Forschungen beruhten jedoch hauptsächlich auf korrelativen Methoden, um die zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen des Sequenz- und visuomotorischen Fähigkeitslernens zu untersuchen. Um die notwendigen Beiträge verschiedener motorischer kortikaler Regionen zu beiden Arten des Fähigkeitslernens zu bewerten, haben wir 62 neurotypische Erwachsene (41 weiblich, 21 männlich) rekrutiert und spatiotemporale einzelne transkranielle magnetische Stimulation (TMS) über den prämotorischen Kortex (PMC) oder den primären motorischen Kortex (M1) angewendet, um die Aktivität vorübergehend zu stören, während die Teilnehmer eine implizite motorische Sequenzaufgabe übten. Wir hypothesiierten, dass 1) die Störung des PMC die sequenzspezifische Fähigkeiten acquisition (Experiment 1) und retention (Experiment 2) bevorzugt vermindern würde, während 2) die Störung von M1 die visuomotorische Fähigkeiten acquisition und retention, aber nicht das Sequenzlernen verringern würde. Unsere Ergebnisse zeigten, dass die TMS-basierte Interferenz sowohl über M1 als auch über PMC das implizite sequenzspezifische motorische Fähigkeitslernen nach dem Training nicht störte, jedoch die visuomotorische Fähigkeiten acquisition und das gesamte Lernen, das nicht sequenzspezifisch war. Darüber hinaus hatte die Störung der PMC-Aktivität einen größeren Einfluss auf die Reduzierung des visuomotorischen Fähigkeitslernens als M1, was eine potenziell unterschiedliche Rolle des PMC in den frühen Stadien des Fähigkeitslernens unterstützt. Bedeutungserklärung: Zu bestimmen, welche Gehirnareale für das motorische Sequenzlernen erforderlich sind, ist entscheidend für das Verständnis zielgerichteter Verhaltensweisen im Alltag. Die ursächlichen Beiträge regionaler Gehirnaktivität zum impliziten Sequenzlernen sind jedoch schlecht verstanden. Hier verwendeten wir eine einzelne transkranielle magnetische Stimulation (TMS), eine Form der nicht-invasiven Gehirnstimulation, um die Aktivität im prämotorischen (PMC) oder primären motorischen (M1) Kortex während des impliziten motorischen Sequenzlernens zu stören. Unsere Ergebnisse heben hervor, dass beide Regionen während des Lernens aktiv sind und dass der PMC eine einzigartige Rolle bei der allgemeinen visuomotorischen Acquisition spielt und möglicherweise zum sequenzspezifischen Fähigkeitslernen beiträgt. Die Ergebnisse der Studie könnten zur Identifizierung neuronaler Biomarker beitragen, die erforderlich sind, um präzise und personalisierte Neuromodulationsstrategien zur Verbesserung des motorischen Fähigkeitslernens und/oder der Genesung zu entwickeln.
Gutierrez et al. (Mittwoch,) haben diese Frage untersucht.