Hintergrund und Ziele: Die Vorbereitung auf ein unerwartetes Gesundheitsereignis der Pflegeperson kann die Ergebnisse für Ehepartner mit Demenz verbessern. Unter Verwendung des Patient Activation Framework untersuchte diese Studie die Merkmale von ehelichen Pflegepersonen, die ein Angebot für ein Notfallvorbereitungs-Toolkit (EPT), eine niedrigschwellige Intervention zur Unterstützung der Pflegepersonen bei der Vorbereitung auf ihr eigenes unerwartetes Gesundheitsereignis, annahmen oder ablehnten. Forschungsdesign und Methoden: Pflegepersonen, die mit Ehepartnern mit Demenz verbunden waren, wurden eingeladen, das EPT anzufordern. Merkmale vor Exposition wurden in den 12 Monaten vor dem Einladungsdatum zum EPT gemessen; Nach-Expositionsdaten wurden im 6-Monats-Zeitraum nach der Einladung erfasst. Multivariable logistische Regression schätzte die Zusammenhänge zwischen den Merkmalen der Pflegepersonen und der Anforderung des EPT, berichtet als marginale Effekte in Prozentpunkten (pp) Differenz. Chi-Quadrat-Tests verglichen Nach-Expositionsmaße nach EPT-Anforderung. Ergebnisse: Es wurden 1.062 berechtigte Pflegepersonen identifiziert; 489 (46 %) forderten das EPT an und 573 (54 %) nicht. Jede zusätzliche chronische Erkrankung des Pflegeperson wurde mit einem Rückgang der EPT-Anforderung um 2,7 pp assoziiert. Eine Krankenhausaufnahme der Pflegeperson war mit einem Rückgang von 12,2 pp verbunden. Nach-Expositionsanalysen zeigten, dass Pflegepersonen, die das EPT nicht anforderten, um 1,9 pp häufiger hospitalisiert wurden und in eine Pflegeeinrichtung entlassen wurden sowie um 1,9 pp häufiger während der Nachbeobachtung verstarben. Diskussion und Implikationen: Eheliche Pflegepersonen mit schlechterer Gesundheit reagierten seltener auf ein Angebot zur Vorbereitung auf ihr eigenes Gesundheitsereignis. Dennoch könnten Pflegepersonen mit einem höheren Risiko für gesundheitliche Ereignisse am meisten von einer Notfallvorsorge profitieren. Mit zunehmender Abhängigkeit von ehelichen Pflegepersonen könnten Interventionen, die die Selbstfürsorge der Pflegepersonen besser mit der Verantwortung für einen Ehepartner mit Demenz ausbalancieren, die Notfallvorbereitung stärken und die Gesundheitsergebnisse beider Partner verbessern.
Wain et al. (Fr,) untersuchten diese Fragestellung.