Abstract Hintergrund und Ziele Chronisches subdurales Hämatom (cSDH) ist eine häufige neurochirurgische Erkrankung, insbesondere bei älteren Patienten. Die Embolisation der mittleren Hirnarterie (MMA) hat sich als minimal invasive adjunctive Behandlung etabliert, um Rückfälle zu verringern. Ihre Wirksamkeit und Sicherheit sind jedoch weiterhin Gegenstand der Untersuchung. Methoden Wir führten eine systematische Überprüfung und Metaanalyse randomisierter kontrollierter klinischer Studien (RCTs) durch, die die MMA-Embolisation plus die beste medizinische Therapie (BMT) mit BMT allein bei Erwachsenen mit symptomatischem cSDH verglichen. Das primäre Wirksamkeitsziel war das Versagen oder das Fortschreiten des Hämatoms beim Follow-up. Sekundäre Wirksamkeitsziele umfassten ein gutes funktionelles Ergebnis gemäß der modifizierten Rankin-Skala (mRS) ≤ 2, unabhängiges Gehen (mRS ≤ 3) und die Hämatomdicke beim Follow-up. Das primäre Sicherheitsziel war die Gesamtmortalität. Verfahrenbezogene Komplikationen wurden als sekundäres Sicherheitsziel bewertet. Ergebnisse Neun RCTs wurden einbezogen, in die 2.452 Patienten eingeschlossen wurden (1.212 erhielten eine MMA-Embolisation und 1.240 nur BMT). Die MMA-Embolisation verringerte signifikant das Hämatomrückfallrisiko im Vergleich zur BMT allein (RR: 0,48; 95%CI: 0,37–0,63; I2 = 26%; notwendige Anzahl zur Behandlung = 11). Es wurden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich eines guten funktionellen Ergebnisses (RR: 1,02; 95%CI: 0,98–1,06; I2 = 0%), unabhängigen Gehens (RR: 1,01; 95%CI: 0,99–1,04; I2 = 0%) oder der Hämatomdicke beim Follow-up (SMD: −0,1; 95%CI: −0,3 bis 0; I2 = 42%) beobachtet. Die Gesamtmortalitätsraten waren zwischen den beiden Gruppen ähnlich (RR: 1,03; 95%CI: 0,54–1,96; I2 = 37%). Die gepoolte Rate der verfahrensbezogenen Komplikationen in der MMA-Embolisationsgruppe betrug 1% (95%CI: 0–3%; I2 = 52%). Schlussfolgerungen Die adjunctive MMA-Embolisation senkt signifikant das Rückfallrisiko von cSDH, bietet jedoch keine messbaren Vorteile hinsichtlich der funktionellen Ergebnisse oder der Mortalität. Weitere Studien sollten Patientengruppen definieren, die am meisten von der MMA-Embolisation profitieren. Interessenkonflikt Nichts zu offenbaren.
Παπαγεωργίου et al. (2026) untersuchten diese Frage.
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