Zusammenfassung Die frühe posteriore Negativität (EPN) ist eine mittel-latente ereigniskorrelierte Potential-Komponente (ERP), die zuverlässig durch emotional erregende visuelle Reize verstärkt wird. Neuere Arbeiten legen nahe, dass die Modulation der EPN bis zu einem gewissen Grad von evocativen Reizen mit belebtem Inhalt abhängen könnte. Wir testeten diese Möglichkeit, indem wir EEG-Ableitungen bei 80 Teilnehmern durchführten, die angenehme, neutrale und unangenehme Szenen betrachteten, die Menschen, Objekte oder Landschaften zeigten. Menschen- und Objektszenen wurden so ausgewählt, dass sie in Komposition und Erregungswerten vergleichbar sind, um eine direkte Bewertung des Einflusses der Belebtheit der Szene unabhängig von der emotionalen Intensität zu ermöglichen. Die Ergebnisse zeigten eine robuste EPN-Modulation durch den emotionalen Inhalt sowohl bei Menschen- als auch bei Objektszenen, ohne signifikante Interaktion bei erregungsausgeglichenen Szenen. Dieser Befund differenziert die EPN weiter von benachbarten ereigniskorrelierten Potential-Komponenten, die mit der Gesicht- und Körperwahrnehmung assoziiert sind, und unterstützt ihren Wert als frühen Marker der emotionalen Wahrnehmung, der zuverlässig durch emotionale Intensität in verschiedenen Bereichen visueller Reize angetrieben wird.
Jia et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.
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