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Die Wegener’sche Granulomatose ist eine ungewöhnliche entzündliche Erkrankung, die sich als Vaskulitis, Granulomatose und Nekrose manifestiert. Sie betrifft normalerweise die oberen und unteren Atemwege sowie die Nieren. Obwohl sie grundsätzlich jedes Organ betreffen kann, ist eine gastrointestinale (GI) Beteiligung bemerkenswert selten. Ein 20-jähriger männlicher Patient wurde mit epigastrischen Schmerzen, Erbrechen, Hämatemesis und Meläna vorgestellt. Bei der körperlichen Untersuchung war er blass. Es gab keine abdominale Druckempfindlichkeit oder Organomegalie. Eine obere GI-Endoskopie zeigte dunkelblaue infiltrative Läsionen im prepylorischen Bereich. Die Bewertung der Biopsieprobe zeigte eine mononukleäre Zellinfiltration im submukösen Bereich, einen hyperplastischen Polypen und eine chronische Gastritis. Hochdosierte Protonenpumpeninhibitoren und unterstützende Maßnahmen wurden verabreicht, aber es wurde keine Veränderung bei der Nachsorgeendoskopie festgestellt. Während des Krankenhausaufenthalts entwickelte er intermittierendes Fieber und eine Erhöhung des Serumkreatinins. 12 Tage nach der Aufnahme entwickelte er Dyspnoe, Tachypnoe, schmerzhafte Schwellungen der Metacarpophalangealgelenke und einen makulopapulösen Ausschlag auf der Streckseite des rechten Unterarms. Die Röntgenaufnahme des Brustkorbs zeigte eine pulmonale Infiltration. Der Serum c-ANCA-Titer war stark positiv und die Hautbiopsie ergab eine leukozytoklastische Vaskulitis. Der Patient erhielt eine Methylprednisolon-Infusion, die zu einer vollständigen Genesung der Symptome und der Magenläsion führte. Der vorliegende Fall zeigt, dass GI-Blutungen die erste Manifestation der Wegener’schen Granulomatose sein können. Darüber hinaus sollte betont werden, dass eine Magenbiopsie bei solchen Patienten nicht charakteristisch oder diagnostisch ist.
Tavakkoli et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.