Ovarialkarzinom (OV) ist eine hochmetastatische und rezidivierende Malignität mit begrenzten Therapiemöglichkeiten. Die NIMA-verwandte Kinase 1 (NEK1), eine Serin/Threonin-Kinase, die an der Zellzyklusregulation und der DNA-Schadenreaktion beteiligt ist, wurde mit der Tumorigenese in verschiedenen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht, doch ihre spezifische Rolle in der OV-Pathogenese bleibt unklar. Diese Studie untersucht systematisch die onkogene Funktion und die zugrunde liegenden Mechanismen von NEK1 im Ovarialkarzinom. Unsere Ergebnisse zeigen, dass NEK1 das Tumorwachstum sowohl in vitro als auch in vivo fördert. Mechanistisch zeigen bioinformatische und biochemische Analysen, dass NEK1 die p53-Signalaktivität unterdrückt, was zu einer Herabregulierung der Nachlaufziele p21 und PUMA führt, wodurch die Zellzyklusarrest und Apoptose verringert werden. Wichtig ist, dass die von NEK1 getriebene Onkogenität von der Anwesenheit des p53-Proteins abhängt. Klinisch korreliert eine erhöhte NEK1-Expression signifikant mit einer schlechteren Prognose in mehreren unabhängigen OV-Kohorten. Paradoxerweise erhöht eine hohe NEK1-Expression die Strahlenempfindlichkeit, indem die p53-vermittelten DNA-Schadenreparatur beeinträchtigt wird. Zusammenfassend bestätigen diese Ergebnisse NEK1 als vielversprechenden prognostischen Biomarker und therapeutischen Ziel, mit potenzieller Nützlichkeit zur Anleitung von Strategien der genotoxischen Therapie für Ovarialkrebspatienten.
Song et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.