Dieser Band ist eine bemerkenswert originelle interdisziplinäre Studie über die vielfältigen Praktiken der Polygamie in Amerika von 1500 bis 1900. Polygamie war, wie Pearsall zeigt, ein Eckpfeiler zahlreicher indianischer und afroamerikanischer Kulturen, ebenso wie Monogamie ein Eckpfeiler der amerikanischen Kolonien und der jungen amerikanischen Republik war. Kein Wunder also, dass die amerikanische Kolonisierung und Expansion an die westliche Grenze einen unvermeidlichen „Clash of Civilizations“ mit sich brachte – mit Auseinandersetzungen über Form und Funktion der Familie als zentralem Schlachtfeld. Das Buch bietet exquisit dokumentierte Fallstudien dieser Konflikte von Mexiko bis Quebec, von Neuengland bis Südkalifornien, zusammen mit dem bekannteren föderalen Konflikt mit den neuen Mormonen-Gemeinschaften. Das Recht und die Theologie der Ehe verschwimmen etwas durch den scharfen Fokus der Autorin auf die vielfältigen Praktiken der Polygamisten und das vorhersehbare Raufen der Monogamisten, aber dieses Buch wird sehr empfohlen.
Witte, Jr., John (Mi,) untersuchte diese Frage.