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UNBEZEICHNET: Die progressive familiäre intrahepatische Cholestase Typ 3 wird durch biallelische Variationen von ABCB4 verursacht, am häufigsten (≥70 %) missense. In dieser Studie untersuchten wir die Auswirkungen von 12 in Patienten mit progressiver familiärer intrahepatischer Cholestase Typ 3 identifizierten Missense-Variationen. Wir klassifizierten diese Variationen auf Grundlage der identifizierten Defekte und erforschten potenzielle Rettungsmaßnahmen für den Transport-defekten Mutanten durch pharmakologische Mittel. Die Variationen wurden in der komplementären DNA von ABCB4 rekonstruiert und die so erhaltenen Mutanten in HepG2- und HEK293-Zellen exprimiert. Drei Mutanten wurden entweder vollständig (I541F und L556R) oder größtenteils (Q855L) im endoplasmatischen Retikulum in einer unreifen Form zurückgehalten. Die Rettung des Defekts, d.h. die Erhöhung der reifen Form an den Gallengängen, wurde durch Zellbehandlungen mit Cyclosporin A oder C und, in geringerem Maße, B, D oder H erreicht. Fünf Mutationen mit wenig oder gar keinem Einfluss auf die ABCB4-Expression an den Gallengängen führten zu einer Abnahme (F357L, T775M und G954S) oder nahezu Abwesenheit (S346I und P726L) der Phosphatidylcholinsekretion. Zwei Mutanten (T424A und N510S) wurden normal verarbeitet und an den Gallengängen exprimiert, jedoch war ihre Stabilität reduziert. Wir fanden keinen Defekt des T175A-Mutanten oder von R652G, der zuvor als Polymorphismus beschrieben wurde. Bei Patienten wurden die schwersten Phänotypen, die durch die Dauer der transplantationsfreien Überlebenszeit geschätzt wurden, durch ABCB4-Varianten verursacht, die stark im endoplasmatischen Retikulum zurückgehalten wurden und in homozygotem Status exprimiert wurden. FAZIT: ABCB4-Variationen können wie folgt klassifiziert werden: nonsense-Variationen (I) und auf Basis der aktuellen Erkenntnisse missense-Variationen, die primär die Reifung (II), Aktivität (III) oder Stabilität (IV) des Proteins betreffen oder keinen nachweisbaren Effekt haben (V); diese Klassifikation bietet eine starke Grundlage für die Entwicklung genotypbasierter Therapien.
Delaunay et al. (Samstag) haben diese Frage untersucht.
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