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Repetitives negatives Denken (RNT) ist ein transdiagnostischer Prozess und ein vielversprechendes Ziel für Prävention und Behandlung psychischer Störungen. RNT wird typischerweise über Selbstberichtsfragebögen bewertet, wobei sich die meisten Studien auf eine Art von RNT (d.h. Sorgen oder Grübeln) und eine spezifische Störung (d.h. Angst oder Depression) konzentrieren. Allerdings können die Antworten auf solche Fragebögen durch Gedächtnis und metakognitive Überzeugungen verzerrt werden. Kürzlich wurde die ökologische Momentaufnahme (EMA) eingesetzt, um diese Verzerrungen zu minimieren. Diese Studie zielt darauf ab, ein EMA-Paradigma zur Messung von RNT als transdiagnostischen Prozess in natürlichen Umgebungen zu entwickeln. Basierend auf empirischen und theoretischen Überlegungen wurde ein Itempool erstellt, der RNT-Inhalte und -Prozesse umfasst. Wir haben dann (1) die Modellanpassung eines inhaltsbezogenen und eines prozessbezogenen Modells zur Bewertung von RNT als individuelle Differenzvariablen getestet, (2) die Zuverlässigkeit und Konstruktvalidität der vorgeschlagenen Skala(en) untersucht und (3) das optimale Sampling-Design bestimmt. Einhundertfünfzig gesunde Teilnehmer im Alter von 18 bis 40 Jahren füllten Baseline-Fragebögen zu Grübeln, Sorgen, RNT, Symptomen von Depression, Angst und Stress aus. Die Teilnehmer erhielten 8 halb-randomisierte tägliche Aufforderungen zur Bewertung von RNT über 14 Tage. Nach der EMA-Phase beantworteten die Teilnehmer erneut Fragebögen zu Depression, Angst und Stress. Die multilevel-confirmatorische Faktorenanalyse zeigte eine ausgezeichnete Modellanpassung für das prozessbezogene Modell, jedoch eine unzureichende Anpassung für das inhaltsbezogene Modell. Verschiedene hybride Modelle wurden zusätzlich untersucht, wobei ein Modell mit zufriedenstellender Anpassung resultierte. Sowohl die prozessbezogene als auch die hybride Skala wiesen eine gute Zuverlässigkeit und eine gute konvergente Validität auf und waren signifikant mit Symptomen von Depression, Angst und Stress nach der EMA-Phase assoziiert, wenn die Baseline-Werte kontrolliert wurden. Weitere Analysen ergaben, dass ein Sampling-Design von 5 täglichen Bewertungen über 10 Tage den besten Kompromiss zwischen Teilnehmerbelastung und von der EMA gewonnenen Informationen bot. Zusammenfassend präsentiert dieses Papier ein vielversprechendes Paradigma zur Bewertung von RNT im Alltag.
Rosenkranz et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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