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Jahrzehntelange Forschung hat konstant gezeigt, dass das häufigste Ergebnis nach einem potenziellen Trauma eine stabile Entwicklung gesunden Funktionierens, oder Resilienz, ist. Versuche, Resilienz vorherzusagen, offenbaren jedoch ein Paradoxon: Die korrelierenden Faktoren resilienter Ergebnisse sind im Allgemeinen so bescheiden, dass es nicht möglich ist, genau zu identifizieren, wer gegenüber potenziellen Traumata resilient sein wird und wer nicht. Häufig verwendete Resilienzfragebögen ignorieren dieses Paradoxon im Wesentlichen, indem sie nur einige vermeintlich Schlüsselprädiktoren einbeziehen. Diese Fragebögen zeigen jedoch praktisch keinen prädiktiven Nutzen. Der gegenteilige Ansatz, so viele Prädiktoren wie möglich mithilfe multivariater Modellierung oder maschinellen Lernens zu erfassen, kann das Paradoxon ebenfalls nicht vollständig adressieren. Eine genauere Untersuchung kleiner Effekte offenbart zwei Hauptgründe für diese prädiktiven Misserfolge: die situative Variabilität und die Kosten-Nutzen-Abwägungen, die allen Verhaltensreaktionen innewohnen. Zusammen weisen diese Überlegungen darauf hin, dass die Verhaltensanpassung an traumatischen Stress ein fortlaufender Prozess ist, der flexible Selbstregulation erfordert. Zu diesem Zweck werden aktuelle Forschung und Theorien zur flexiblen Selbstregulation im Kontext der Resilienz diskutiert und nächste Schritte in Betracht gezogen.
George A. Bonanno (Fri,) hat diese Frage untersucht.