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Die Anwendbarkeit von Modellen für den gesamten q-Bereich zur Anpassung von Niedrigauflösungs-Röntgenbeugungsdaten von Multibilayers, die nur schwache quasi-Bragg-Peak-Streuung aufweisen, wurde analysiert. Die Modelle berücksichtigen verschiedene Strukturformfaktoren, die verschiedene Arten von Gitterunordnung aufgrund von Stapelfehlern oder Biegefluktuationen einbeziehen. Numerische Tests der Modelle, die den instrumentellen Einfluss eines Linienfokus-Kollimators berücksichtigen, zeigten, dass die Linienformen der Bragg-Spitzen, die durch unterschiedliche Gitterunordnungen gegeben sind, nicht unterscheidbar sind. Allerdings können Linienformparameter für eine bestimmte Probe bestimmt werden, wenn der Typ der Unordnung a priori bekannt ist. Dies wurde verifiziert, indem die experimentellen Ergebnisse für den Fluktuationsparameter von Palmitoyl-Oleoyl-Phosphatidylcholin (POPC) in Abhängigkeit von der Temperatur mit Hochaufgelösten Daten desselben Lipids verglichen wurden. Weitere Tests zeigen, dass die Berechnung struktureller Parameter, wie etwa der Membrandicke oder dem Umfang der interbilayer Wasserregion, nicht durch die durch das Instrument verursachte Unschärfe beeinträchtigt wird. Das Modell wurde erfolgreich auf experimentelle Daten von Lipidgemischen angewendet, die aus Sphingomyelin (SM)/POPC/Cholesterin und Dipalmitoyl-Phosphatidylethanolamin (DPPE)/Dipalmitoyl-Phosphatidylglycerol (DPPG) bestehen. Die bestimmten strukturellen Parameter geben wertvolle Einblicke in den physikalischen Zustand des Membransystems, der nicht zugänglich ist, wenn nur quasi-Bragg-Reflexionen berücksichtigt werden.
Pabst et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.