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Wir führten eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) zur Suszeptibilität für Multiple Sklerose (MS) in deutschen Kohorten mit 4888 Fällen und 10.395 Kontrollen durch. Neben Assoziationen innerhalb des Haupthistokompatibilitätskomplexes (MHC) erreichten 15 Nicht-MHC-Loci genomweite Signifikanz. Vier dieser Loci sind neuartige MS-Suszeptibilitätsloci. Sie sind den Genen L3MBTL3, MAZ, ERG und SHMT1 zugeordnet. Die Hauptvariante bei SHMT1 wurde in einer unabhängigen sardinischen Kohorte repliziert. Die Produkte der Gene L3MBTL3, MAZ und ERG spielen wichtige Rollen bei der Regulierung von Immunzellen. SHMT1 kodiert für eine Serin-Hydroxymethyltransferase, die den Transfer einer Kohlenstoffeinheit in den Folsäurezyklus katalysiert. Diese Reaktion ist erforderlich für die Regulierung der Methylierungs-Homöostase, die wichtig für die Etablierung und den Erhalt epigenetischer Signaturen ist. Unser GWAS-Ansatz in einer definierten Population mit einer begrenzten genetischen Substruktur entdeckte Assoziationen, die in größeren, heterogenere Kohorten nicht gefunden wurden, und liefert somit neue Hinweise auf die Pathogenese der MS.
Andlauer et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.
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