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Trotz des wachsenden Interesses an der möglichen Assoziation zwischen Bakterien und unterschiedlichen Stadien der Krebsentwicklung bleibt unser Wissen über deren Beziehung zu Mundkrebs unzureichend. Ziel dieses Übersichtsartikels ist es, ein besseres Verständnis über die Rolle verschiedener Mikroorganismen in der Ätiogenese von Mundkrebs zu erlangen, basierend auf allen verfügbaren Daten auf PubMed. Verschiedene Bakterien wurden vorgeschlagen, die Karzinogenese entweder durch Induktion einer chronischen Entzündung oder durch direkte oder indirekte Beeinflussung des eukaryotischen Zellzyklus und der Signalwege oder durch den Stoffwechsel potenziell karzinogener Substanzen wie Acetaldehyd, was zu Mutagenese führen kann, zu induzieren. Studien haben eine Vielfalt isolierter bakterieller Taxa zwischen den Gewebeproben des Mundkrebses und der Kontrollgruppe gezeigt, wobei Exiguobacterium oxidotolerans, Prevotella melaninogenica, Staphylococcus aureus und Veillonella parvula spezifisch für tumorogene Gewebe sind. Die meisten Isolate sind saccharolytisch und säuretolerant. Streptococcus anginosus, das häufig mit Speiseröhren- und Rachenkrebs in Verbindung gebracht wird, hat keine Bedeutung bei Mundkrebs. Ebenso wird eine signifikante Spezifität für drei Bakterien, nämlich Capnocytophaga gingivalis, P. melaninogenica und Streptococcus mitis, bei Patienten mit Mundkrebs festgestellt, wodurch diese Arten zu Speichelmarkern für die frühzeitige Erkennung von Mundkrebs werden und somit die Überlebensrate signifikant verbessern. Ein solch hohes Maß an bakterieller Spezifität bei Mundkrebs hat auch die Entwicklung neuer Behandlungsoptionen zur Krebsprävention durch Impfstoffverabreichung angeregt. Für den Erfolg dieser Schritte ist jedoch eine tiefere Erkundung dieses Themas mit einem besseren Verständnis gerechtfertigt.
Chocolatewala et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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