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Frühere Forschungen haben das Selbstwertgefühl entweder als soziale Kraft oder als soziales Produkt behandelt. Diese Forschung hat jedoch den reziproken Effekten des Selbstkonzepts und verschiedener sozialer sowie persönlicher Faktoren nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt. Ein Panel von 1886 jugendlichen Jungen wird verwendet, um die reziproken Beziehungen zwischen Selbstwertgefühl und drei Problemen von Jugendlichen zu untersuchen: Jugendkriminalität; schlechte schulische Leistungen; und psychologische Depression. Wir stellen fest, dass niedriges Selbstwertgefühl Jugendkriminalität fördert und dass Jugendkriminalität das Selbstwertgefühl steigern kann. Diese reziproken Effekte unterscheiden sich zwischen Gruppen mit unterschiedlichem sozioökonomischen Status. Die Beziehung zwischen Selbstwertgefühl und schulischer Leistung ist hauptsächlich auf die Auswirkungen der schulischen Leistung auf das Selbstwertgefühl zurückzuführen. Schließlich ist die ursächliche Beziehung zwischen Selbstwertgefühl und Depression bidirektional. Substantielle, methodologische und politische Implikationen dieser Ergebnisse werden diskutiert.
Rosenberg et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
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