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Die Wirkungen von Hintergrundgeräuschen mittlerer Intensität auf die kurzfristige Speicherung und Verarbeitung von verbalen Informationen wurden bei Kindern im Alter von 6 bis 8 Jahren analysiert. In Übereinstimmung mit Studien an Erwachsenen zum "irrelevanten Geräuscheffekt" (ISE) wurde die serielle Erinnerung an visuell präsentierte Ziffern stark durch Hintergrundgespräche gestört, die die Kinder nicht verstanden. Zuggeräusche gleicher Intensität hatten hingegen keinen Einfluss. Ähnliche Ergebnisse wurden bei Aufgaben festgestellt, die Speicherung und Verarbeitung von gehörten Informationen erforderten. Das Gedächtnis für Nichtwörter, die Ausführung mündlicher Anweisungen und die Kategorisierung von Sprachlauten wurden signifikant durch irrelevante Sprache gestört. Die betroffenen Funktionen spielen eine grundlegende Rolle beim Erwerb der gesprochenen und geschriebenen Sprache. Auswirkungen auf die aktuellen Modelle des ISE und die akustischen Bedingungen in Schulen und Kindergärten werden diskutiert.
Klatte et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.