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HINTERGRUND: Ziel der Studie war es zu bewerten, ob Patienten mit unterschiedlichen koronalen Ausrichtungsvariationen (funktionale Kniephänotypen FKP) signifikant unterschiedliche rotatorische Ausrichtungsvariationen aufweisen, um eine Erweiterung des FKP-Konzepts um rotatorische Ausrichtungsparameter zu rechtfertigen. Die Ziele der Studie waren: (1) die Häufigkeit der knöchernen Kongruenz zwischen den anterioren, distalen, posterioren femoralen und proximalen tibialen Gelenklinien zu bestimmen, indem das erweiterte FKP-Konzept verwendet wird; und (2) diese Ergebnisse mit der klinischen Praxis zu verknüpfen, indem die Auswirkungen unterschiedlicher Ausrichtungskonzepte auf die häufigsten FKPs simuliert werden. METHODEN: Der posterior-konträre Winkel (PCA) und der anterior-trochleäre Winkel (ATA) wurden an 265 Knien ohne Osteoarthritis (OA) gemessen. Die PCA-Messungen von 2.692 Knien mit OA wurden aus der Datenbank extrahiert. Die Patienten wurden basierend auf diesen Parametern in Phänotypen kategorisiert. Ein Phänotyp stellt eine Ausrichtungsvariation entweder der posterioren (= PCA) oder anterioren femoralen Gelenklinie (= ATA) in der axialen Ebene dar. Rotatorische Phänotypen (d.h. Kombination von Ausrichtungsvariationen der anterioren und posterioren femoralen Gelenklinien) wurden mit den koronalen Phänotypen dieser Patienten verknüpft. Der Effekt von drei Ausrichtungskonzepten (mechanisch, eingeschränkt und uneingeschränkt kinematisch) auf die häufigsten FKPs wurde bewertet. ERGEBNISSE: Die Verteilung der fünf häufigsten koronalem Phänotypen unterschied sich nicht zwischen den rotatorischen Phänotypen. Der ATA und PCA waren in 14,3% der nicht-OA-Population parallel ausgerichtet. Die distale femorale Gelenklinie (femoraler mechanischer Winkel), die proximale tibiale Gelenklinie (tibialer mechanischer Winkel) und PCA waren in 17,0% bzw. 11,2% der nicht-OA- und OA-Populationen parallel ausgerichtet. Alle vier Gelenklinien (femoraler mechanischer Winkel, tibialer mechanischer Winkel, PCA und ATA) waren in 2,3% der nicht-OA-Population ausgerichtet. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Es ist entscheidend zu betonen, dass die präoperative Beurteilung der Anatomie eines Patienten die anterioren und posterioren femoralen Gelenklinien einbeziehen sollte. Das erweiterte FKP-Konzept könnte bei dieser Bewertung helfen und dazu beitragen, Patienten zu identifizieren, die aufgrund von Fehlstellungen einem Komplikationsrisiko ausgesetzt sind, oder solche, die voraussichtlich von einem bestimmten Ausrichtungskonzept profitieren würden.
Hess et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.
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