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ZUSAMMENFASSUNG Die Verwendung von scheinbaren Zeitunterschieden zur Untersuchung des laufenden Sprachwandels ist seit über 30 Jahren ein grundlegendes analytisches Konstrukt in der quantitativen Soziolinguistik. Die grundlegende Annahme, die diesem Konstrukt zugrunde liegt, ist, dass, sofern es keine gegenteiligen Beweise gibt, Unterschiede zwischen Generationen ähnlicher Erwachsener tatsächliche diachrone Entwicklungen in einer Sprache widerspiegeln: Die Sprache jeder Generation wird als mehr oder weniger so verstanden, wie sie zu dem Zeitpunkt existierte, als diese Generation die Sprache lernte. Indem sie einen Spiegel für reale zeitliche Veränderungen bietet, bildet die scheinbare Zeit die Grundlage eines konzeptionellen Rahmens zur Erforschung des laufenden Sprachwandels. Die grundlegenden Annahmen, die der scheinbaren Zeit zugrunde liegen, wurden jedoch nie vollständig getestet. Dieser Artikel testet diese Annahmen, indem er Daten zur scheinbaren Zeit aus zwei kürzlich durchgeführten telefonischen Zufallsstichprobenerhebungen zur texanischen Sprache mit Echtzeitdaten aus dem Linguistischen Atlas der Golfstaaten vergleicht, der vor etwa 15 Jahren vor den telefonischen Umfragen durchgeführt wurde. Die Echtzeitunterschiede zwischen den Daten des linguistischen Atlas und den Daten der telefonischen Umfragen liefern starke Unterstützung für das Konstrukt der scheinbaren Zeit. Immer wenn Daten zur scheinbaren Zeit in den telefonischen Umfragen deutlich auf einen fortschreitenden Wandel hindeuten, zeigen die Atlasdaten erheblich weniger innovative Formen. Wenn die Daten zur scheinbaren Zeit stabile Variation andeuten, sind die Atlasdaten praktisch identisch mit denen aus den jüngeren Umfragen. Wenn die Beziehungen zwischen Echtzeit- und Daten zur scheinbaren Zeit unklar sind, klärt und bestätigt die Sortierung von mildernden Faktoren wie Geburtsort und subregionalem Wohnsitz die Beziehungen. Die Ergebnisse unseres Tests des Konstrukt der scheinbaren Zeit legen nahe, dass es zweifellos ein gültiges und nützliches analytisches Werkzeug ist.
Bailey et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.