Die Nutzung von Online-Social-Networks nimmt einen großen Teil der Zeit der Schüler in Anspruch, was das Risiko von Cyber-Mobbing erhöht, das nachteilige Bildungsfolgen hat. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, die Beziehung zwischen Cyber-Mobbing und akademischem Wohlbefinden zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf der vermittelnden Rolle von Selbstwertgefühl und wahrgenommener sozialer Unterstützung bei Schülern der Oberstufe lag. Die Teilnehmer dieser Studie waren 400 Schüler der Oberstufe in Kermanshah, Iran, die 2023 durch mehrstufige Cluster-Zufallsstichproben ausgewählt wurden. Die Daten wurden mit dem Cyber-Bulling/Victimization Experiences Questionnaire (CBVEQ), dem Academic Well-Being Questionnaire (AWBQ), der Multidimensional Scale of Perceived Social Support (MSPSS) und der Rosenberg Self-Esteem Scale (RSES) gesammelt. Die gesammelten Daten wurden mit SPSS-26 und SmartPLS-3 analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Cyber-Mobbing einen direkten und signifikant negativen Einfluss auf das akademische Wohlbefinden der Schüler hat. Darüber hinaus spielten die wahrgenommene soziale Unterstützung und das Selbstwertgefühl eine indirekte und signifikante Rolle in der Beziehung zwischen Cyber-Mobbing und akademischem Wohlbefinden. Die vorliegende Studie hob die schützende Rolle der wahrgenommenen sozialen Unterstützung und des Selbstwertgefühls bei opfergeprägten Schülern hervor. Die Bereitstellung von Möglichkeiten für Cyber-Opfer, sich mit Gleichaltrigen zu sozialisieren, gute Beziehungen zu Gleichaltrigen zu fördern sowie qualitativ hochwertige Freundschaften zu entwickeln, scheint ihnen zu helfen, Selbstwertgefühl und ein positives Selbstbild zu entwickeln.
Sayadi et al. (Mittw,) untersuchten diese Frage.