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Relationales Gedächtnis, die flexible Fähigkeit, über bestehende Informationsspeicher zu verallgemeinern, ist eine grundlegende Eigenschaft der menschlichen Kognition. Es ist jedoch wenig bekannt, wie und wann dieses inferenzielle Wissen entsteht. Hier testen wir die Hypothese, dass das menschliche relationale Gedächtnis während offline Zeitperioden entwickelt wird. Sechsundfünfzig Teilnehmer lernten zunächst fünf "Prämissenpaare" (A>B, B>C, C>D, D>E und E>F). Den Probanden unbekannt, enthalten die Paare eine eingebettete Hierarchie (A>B>C>D>E>F). Nach einer Offline-Verzögerung von entweder 20 Minuten, 12 Stunden (wach oder im Schlaf) oder 24 Stunden wurde das Wissen über die Hierarchie getestet, indem inferenzielle Urteile für neuartige "Inferenzpaare" (B>D, C>E und B>E) untersucht wurden. Trotz aller Gruppen, die nach der Offline-Verzögerung eine nahezu identische Beibehaltung der Prämissenpaare erreichten (alle Gruppen, >85%; die Bausteine der Hierarchie), war eine auffällige Dissoziation in der Fähigkeit, relationale Inferenzurteile zu fällen, evident: Die 20-minütige Gruppe zeigte keine Hinweise auf Inferenzfähigkeit (52%), während die 12- und 24-stündigen Gruppen hochsignifikante Entwicklungen im relationalen Gedächtnis aufwiesen (Inferenzfähigkeit beider Gruppen, >75%; P E Paar; Schlaf = 93%, Wach = 69%, P = 0,03). Interessanterweise war trotz dieser Leistungssteigerung der Schlafvorteil nicht mit einem Anstieg des subjektiven Vertrauens in diese Urteile verbunden. Zusammen zeigen diese Ergebnisse, dass das menschliche relationale Gedächtnis während offline Zeitverzögerungen entwickelt. Darüber hinaus scheint Schlaf diesen Prozess bevorzugt zu fördern, indem er die hierarchische Gedächtnisbindung verbessert, was eine überlegene Leistung bei den weiter entfernt liegenden inferenziellen Urteilen ermöglicht, ein Vorteil, der möglicherweise unterhalb des Niveaus des bewussten Bewusstseins wirkt.
Ellenbogen et al. (Sa,) untersuchten diese Frage.