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HINTERGRUND: Mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit leiden an Helmintheninfektionen. Die höchsten Parasitenbelastungen treten bei Kindern auf, und eine Helmintheninfektion während der Schwangerschaft ist ein Risikofaktor für Frühgeburten und ein reduziertes Geburtsgewicht. Daher können Helmintheninfektionen als starker selektiver Druck angesehen werden. ERGEBNISSE: Hier schlagen wir vor, dass potenzielle Empfänglichkeitsgene für parasitäre Wurminfektionen identifiziert werden können, indem nach SNPs gesucht wird, die eine starke Korrelation mit der Vielfalt der in verschiedenen geografischen Gebieten übertragenen Helminthenarten/-gattungen aufweisen. Durch eine genomweite Suche identifizierten wir 3478 Varianten, die mit der Helminthenvielfalt korrelieren. Diese SNPs beziehen sich auf 810 verschiedene menschliche Gene, einschließlich Loci, die an der Funktion von regulatorischen T-Zellen und an der Aktivierung von Makrophagen beteiligt sind, sowie an Leukozytenintegrinen und co-inhibitorischen Molekülen. Die Analyse der funktionalen Beziehungen zwischen diesen Genen identifizierte komplexe Interaktionsnetzwerke, die sich um Th2-Zytokine gruppieren. Schließlich tragen mehrere Gene, die Kandidatenziele für den durch Helminthen induzierten selektiven Druck aufweisen, auch Suszeptibilitätsallele für Asthma/Allergien oder sind an der erhöhten Atemwegsempfindlichkeit beteiligt, wodurch der bekannte Parallelismus zwischen diesen Bedingungen und parasitären Infektionen erweitert wird. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unsere Daten bieten eine Landschaft menschlicher Gene, die die Empfindlichkeit gegenüber Helminthen modulieren und zeigen, dass parasitäre Würmer eine der größten selektiven Kräfte beim Menschen darstellen.
Fumagalli et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.