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HINTERGRUND UND ZIELE: Die endoskopische submuköse Dissektion (ESD) ermöglicht die kurative Resektion von frühen malignen Läsionen und ist mit einem reduzierten Rückfallrisiko verbunden. Aufgrund des Mangels an umfassenden ESD-Daten im Westen wurde das Deutsche ESD-Register eingerichtet, um relevante Ergebnisse der ESD zu bewerten. METHODEN: Das Deutsche ESD-Register ist eine prospektive, nicht kontrollierte multizentrische Studie. In einem Zeitraum von 35 Monaten schlossen 20 Zentren 1000 ESDs von neoplastischen Läsionen ein. Die Ergebnisse wurden hinsichtlich en bloc-, R0- und kurativen Resektionsraten sowie der Rückfallrate nach 3 Monaten und 12 Monaten Nachbeobachtung bewertet. Zusätzlich wurden die teilnehmenden Zentren in Zentren mit niedrigem Volumen (≤20 ESDs/Jahr), mit mittlerem Volumen (20-50/Jahr) und mit hohem Volumen (>50/Jahr) gruppiert. Eine multivariate Analyse zur Untersuchung von Risikofaktoren für nicht-kurative Resektionen wurde durchgeführt. ERGEBNISSE: Insgesamt wurden en bloc-, R0- und kurative Resektionsraten von 92,4 % (95 % Konfidenzintervall CI, 0,90-0,94), 78,8 % (95 % CI, 0,76-0,81) und 72,3 % (95 % CI, 0,69-0,75) erreicht. Die Gesamtrate der Komplikationen betrug 8,3 % (95 % CI, 0,067-0,102), während die Rückfallrate nach 12 Monaten 2,1 % betrug. Zentren mit hohem Volumen hatten signifikant höhere en bloc-, R0- und kurative Resektionsraten sowie Rückfallraten und niedrigere Komplikationsraten als mittlere oder niedrige Volumenszentren. Die Läsionsgröße, hybride ESD, Alter, Stadium T1b Karzinom und Behandlung außerhalb von Hochvolumenzentren wurden als Risikofaktoren für nicht-kurative ESD identifiziert. FAZIT: In Deutschland erreicht ESD ausgezeichnete en bloc Resektionsraten, jedoch nur bescheidene kurative Resektionsraten. ESD erfordert ein hohes Maß an Fachwissen, und die Ergebnisse variieren erheblich je nach jährlich Fallvolumen des Zentrums.
Fleischmann et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.