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Westliche Annahmen über den Charakter der Welt neigen dazu, zwischen Natur, dem Natürlichen oder dem Physikalischen einerseits und Kultur, Menschen und ihren Überzeugungen andererseits zu unterscheiden: zwischen Mononaturalismus und Multikulturalismus. Dieses Argument wurde ausführlich in postkolonialen und anthropologischen Fachliteraturen behandelt, wo es mit dominierenden oder hegemonialen ‚nördlichen‘ Strategien verknüpft ist, die Mononaturalismus naturalisieren und indigene Realitäten auf Überzeugungen reduzieren, die abgewertet werden können. In diesem Papier benutze ich STS (Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft), um zu zeigen, dass der ‚Norden‘ nicht mono-natur ist und dass die Ausübung von Mononaturalismus (1) tatsächlich eine Ausübung ist und (2) nur teilweise. Das Argument ist, dass wir im ‚Norden‘ nicht in einem einzigen Container-Universum leben, sondern teilweise an mehreren Realitäten oder einem Fraktaluniversum teilnehmen. Ich untersuche dann, wie wir Begegnungen über Unterschiede hinweg gut gestalten können in Kontexten, in denen die nördliche Unterscheidung zwischen Natur und Kultur wenig Sinn macht.
John Law (Fr,) untersuchte diese Frage.
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