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ZIELE: Die Prävalenz psychiatrischer Syndromen bei Überlebenden von pädiatrischen kritisch kranken Patienten zu überprüfen sowie Daten zu Verletzlichkeiten und Expositionen auf der pädiatrischen Intensivstation zusammenzufassen, die das Risiko der Entwicklung dieser Syndrome erhöhen können. DATENQUELLEN: MEDLINE (1966-2009), die Cochrane Library (2009, Ausgabe 3) und PsycINFO (1967-2009) zum Stand vom 9. August 2009. STUDIENWAHL: Fall-Kontroll-, Querschnitts-, prospektive Kohorten- und retrospektive Kohortenstudien sowie randomisierte kontrollierte Studien. HAUPEXPOSITIONEN: Krankenhausaufenthalt zur Behandlung einer kritischen Erkrankung. HAUPTAUSWERTUNGEN: Beurteilungen psychiatrischer Symptome/Störungen mindestens einmal nach der Entlassung. RESULTATE: Siebzehn Studien waren geeignet. Die am häufigsten bewerteten psychiatrischen Störungen waren posttraumatische Belastungsstörung und schwere Depression. Die Punktprävalenz von klinisch signifikanten Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung lag zwischen 10 % und 28 % (5 Studien). Die Punktprävalenz von klinisch signifikanten depressiven Symptomen lag zwischen 7 % und 13 % (2 Studien). Psychiatrische und/oder Entwicklungsprobleme vor der Krankheit sowie elterliche Psychopathologie standen mit einer Verletzlichkeit gegenüber psychiatrischer Morbidität in Verbindung. Weder das Alter noch das Geschlecht eines Kindes erhöhten konstant die Verletzlichkeit gegenüber Psychopathologie nach der Erkrankung. Eine Exposition gegenüber erhöhter Schwere medizinischer Erkrankungen und den Eigenschaften des Dienstleistungsangebots auf der pädiatrischen Intensivstation (z. B. invasive Eingriffe) waren in einigen, aber nicht in allen Studien Prädiktoren psychiatrischer Erkrankungen. Frühe psychiatrische Symptome nach der Erkrankung waren Prädiktoren für spätere psychiatrische Morbidität. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Psychiatrische Morbidität scheint ein erhebliches Problem für Überlebende von pädiatrischen kritisch kranken Patienten darzustellen. Zukünftige Forschungen sollten eine gründlichere Beurteilung depressiver, angstsymptomatischer und psychotischer Symptome nach kritischen Erkrankungen umfassen, bestehende psychiatrische Instrumente validieren und klären, wie Verletzlichkeitsfaktoren, Eigenschaften des Dienstleistungsangebots auf der pädiatrischen Intensivstation und die Schwere kritischer Erkrankungen mit nachfolgender Psychopathologie in Verbindung stehen.
Davydow et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.