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ZIELE: Eine große offene Frage, die die Entscheidungen der politischen Entscheidungsträger beeinflusst, ist die Schätzung der tatsächlichen Anzahl von Covid-19-Infektionen. Der Großteil davon bleibt unentdeckt, da es viele asymptomatische Fälle gibt. Wir bieten einen effizienten, einfach zu berechnenden und robusten unteren Schranken-Schätzer für die Anzahl der unentdeckten Fälle an. METHODEN: Es wird eine modifizierte Version des Chao-Schätzers vorgeschlagen, die auf den kumulierten Zeitreihenverteilungen von Fällen und Todesfällen basiert. Heterogenität wurde angesprochen, indem eine geometrische Verteilung zugrunde gelegt wurde, die den Daten-Generierungsprozess beeinflusst. Eine (annähernde) analytische Varianz des Schätzers wurde abgeleitet, um zuverlässige Konfidenzintervalle auf einem Niveau von 95% zu berechnen. ERGEBNISSE: Eine motivierende Anwendung auf die österreichische Situation wird bereitgestellt und mit einer unabhängigen und repräsentativen Studie zur Prävalenz von Covid-19-Infektionen verglichen. Unsere Schätzungen stimmen gut mit den Ergebnissen der unabhängigen Prävalenzstudie überein, aber die Fang-Wiederfang-Schätzung hat weniger Unsicherheit, da sie auf einer größeren Stichprobengröße basiert. Ergebnisse aus anderen europäischen Ländern werden in der Diskussion erwähnt. Das geschätzte Verhältnis der insgesamt geschätzten Fälle zu den beobachteten Fällen liegt bei etwa 2,3 für alle analysierten Länder. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die vorgeschlagene Methode beantwortet eine grundlegende offene Frage: "Wie viele unentdeckte Fälle gibt es?" CR-Methoden bieten eine einfache Lösung, um Licht auf unentdeckte Fälle zu werfen, wobei Heterogenität berücksichtigt wird, die bei der Wahrscheinlichkeit auftreten kann, entdeckt zu werden.
Böhning et al. (Mittw,) haben diese Frage untersucht.