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Das Wissen über die Häufigkeit von entkommenen Zuchtfischen in der Natur ist ein wesentlicher erster Schritt zur Einschätzung des Risikos, das sich aus den Wechselwirkungen zwischen gezüchteten und wilden Fischen ergibt. Dies ist besonders wichtig in östlichen Nordamerika, wo die Aquakultur von Atlantischem Lachs (Salmo salar) in der Nähe von Wildlachsflüssen stattfindet und viele wilde Lachsbestände stark gefährdet sind. Hier überprüfen wir die Literatur über das Auftreten von entkommenen Zuchtlachsen in östlichen nordamerikanischen Flüssen, für die es bisher keine umfassende Sammlung gibt. Entkommene Zuchtlachs wurden in 54 von 62 (87%) der seit 1984 untersuchten Flüsse innerhalb eines 300 km Radius der Aquakulturindustrie gefunden, einschließlich 11 Flüsse, die gefährdete Lachsbestände enthalten. Im Durchschnitt unter allen Untersuchungen betrug der proportionale Anteil von gezüchtetem Lachs unter den Erwachsenen, die von der See in die Flüsse gelangen, 9,2% (Bereich 0% bis 100%). Wo ausreichend Daten verfügbar waren, um zeitliche Trends zu untersuchen, variierten die Anteile von gezüchtetem Lachs im Laufe der Zeit erheblich, was darauf hindeutet, dass Fluchtereignisse episodisch sind. Wir kommen zu dem Schluss, dass entkommene Zuchtlachse in östlichen nordamerikanischen Flüssen ausreichend häufig sind, um ein potenziell ernstes Risiko für das Überleben von wilden Lachsbeständen darzustellen, insbesondere in jenen Flüssen, die in der Nähe bestehender Aquakulturstandorte liegen.
Morris et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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