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HINTERGRUND UND ZIELE: Die mikrobielle Flora des Dickdarms ist an der Pathogenese von Morbus Crohn (CD) beteiligt, aber weniger als 30 % der Mikrobiota können kultiviert werden. Wir untersuchten potenzielle Unterschiede in der fäkalen Mikrobiota zwischen Patienten mit kolorektalem CD in Remission (n=9), Patienten mit aktivem kolorektalem CD (n=8) und gesunden Probanden (n=16) mittels kulturloser Techniken. METHODEN: Quantitative Dot Blot-Hybridisierung mit sechs radioaktiv-markierten 16S ribosomalen ribonukleinsäure (rRNA)-zielt Oligonukleotid-Proben wurde verwendet, um die Anteile der rRNA zu messen, die jeder phylogenetischen Gruppe entsprechen. Temporäre Temperaturgradienten-Gelelektrophorese (TTGE) von 16S rDNA wurde verwendet, um die Diversität der dominierenden Arten zu bewerten. ERGEBNISSE: Enterobakterien waren bei aktivem und ruhendem CD signifikant erhöht. Die Additivität der Sonden war bei Patienten (65 (11)% und 69 (6)% bei aktivem CD und ruhendem CD) signifikant niedriger als bei gesunden Kontrollen (99 (7)%). Die TTGE-Profile variierten erheblich zwischen aktivem und ruhendem CD, waren jedoch unter gesunden Bedingungen stabil. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Biodiversität der Mikrobiota bleibt bei Patienten mit CD hoch. Enterobakterien wurden signifikant häufiger bei CD als bei gesunden Individuen beobachtet, und mehr als 30 % der dominanten Flora gehörten zu bisher undefinierten phylogenetischen Gruppen.
Seksik et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.