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Die mütterlich-fötale Bindung stellt die früheste und grundlegendste Form menschlicher Intimität dar und hat sowohl theoretische als auch klinische Bedeutung. Mit einem zuvor veröffentlichten Selbstberichtsfragebogen zur Bewertung der pränatalen Bindung untersucht das vorliegende Papier ihre Korrelate anhand von 238 Frauen im dritten Trimester der Schwangerschaft. Abgeleitet aus Studien zur mütterlich-kindlichen Bindung wurde die Hypothese aufgestellt, dass Depression und ein Mangel an sozialer Unterstützung nachteilig für die Entwicklung der mütterlichen pränatalen Bindung wären. Die Ergebnisse bestätigten diese hypothetisierten Effekte. Insbesondere war die Untergruppe von Frauen mit geringer Bindung durch hohe Werte an Depression und Angst, niedrige Werte an sozialer Unterstützung (außerhalb der Partnerbeziehung) und hohe Werte an Kontrolle, Dominanz und Kritik innerhalb der Partnerbeziehung gekennzeichnet. Pränatale Bindung könnte ein Prädiktor für die zukünftige mütterlich-kindliche Bindung sein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass negative Stimmungslagen und ein Mangel an sozialer Unterstützung während der Schwangerschaft mehr Aufmerksamkeit erfordern könnten, als ihnen bisher zuteil wurde.
Condon et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.