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Die Angiogenese, die Bildung neuer Blutgefäße aus bestehenden Gefäßen, spielt eine wichtige Rolle während der Entwicklung. Im Erwachsenenalter ist sie auf das weibliche Fortpflanzungssystem sowie die Gewebereparatur und pathologische Zustände beschränkt. Mit der reparaturassoziierten Angiogenese sind in der Regel das Vorhandensein von Entzündungszellen, vaskuläre Leckagen und Fibrinablagerungen verbunden. Die temporäre Fibrinmatrix fungiert nicht nur als Abdichtungsmatrix, sondern auch als Gerüst für eindringende Leukozyten und Endothelzellen während der Gewebereparatur. Wir haben eine dreidimensionale Fibrinmatrix verwendet, um das Wachstum menschlicher mikrovaskulärer Endothelzellen in kapillarähnlichen Röhrenstrukturen zu untersuchen. Dieser Prozess wird durch die gleichzeitige Zugabe eines angiogenen Wachstumsfaktors (bFGF oder VEGF) und des Zytokins TNF-alpha induziert und durch Hypoxie verstärkt. Es beinhaltet proteolytische Aktivitäten, insbesondere zellgebundene Urokinase/Plasmin und Matrix-Metalloproteinase-Aktivitäten. Die Modulation der Fibrinstruktur beeinflusst erheblich das Ausmaß und die Stabilität der Bildung kapillarer Röhren in vitro. Die Herstellung von Fibrin bei unterschiedlichen pH-Werten (7.0-7.8) oder die Vernetzung der Fibrinmatrix führt zu Unterschieden in der Steifigkeit und Struktur der Fibrinmatrix. Dies geht einher mit einer Veränderung des kapillaren Wachstums. Heparine, insbesondere niedermolekulare Heparine, modulieren die Fibrinstruktur und beeinflussen dadurch die Angiogenese in vitro. Ein mutiertes Fibrinogen Nieuwegein, das den terminalen Teil der A-alpha-Kette von Fibrin mit einer RGD-Sequenz und der Transglutaminase-Sequenz vermisst, lieferte zusätzliche Beweise dafür, dass die Struktur von Fibrin ein wichtiger Determinant für die Angiogenese ist. Diese Befunde könnten Auswirkungen auf die Verbesserung der Wundheilung und die Beeinflussung der Angiogenese bei malignen Tumoren mit einem fibrinösen Stroma haben.
Hinsbergh et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.