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Die Autoren nutzten Erfahrungssampling, um Verzerrungen in der affektiven Vorhersage und Erinnerung bei Personen mit unterschiedlichen Levels an Depressionen und Angstsymptomen zu untersuchen. Teilnehmende mit höheren Depressionssymptomen wiesen stärkere (pessimistischer) negative Stimmungsvorhersageverzerrungen, marginal stärkere negative Stimmungserinnerungsverzerrungen und schwächere (weniger optimistische) positive Stimmungsvorhersage- und Erinnerung verzerrungen auf. Teilnehmende mit höheren Angstsymptomen zeigten stärkere negative Stimmungsvorhersageverzerrungen, jedoch positive Stimmungsvorhersageverzerrungen, die auf gleicher Höhe mit denen waren, die niedrigere Angstsymptome aufwiesen. Angstsymptome waren nicht mit Stimmungserinnerungsverzerrungen assoziiert. Weder Depressionssymptome noch Angstsymptome waren mit Verzerrungen in der Ereignisvorhersage assoziiert. Ihre Ergebnisse passen gut zum tripartiten Modell von Depression und Angst. Die Ergebnisse sind auch konsistent mit der Konzeptualisierung von Angst als einer "zukunftsgerichteten" Störung und mit Theorien, die die Bedeutung von Pessimismus und allgemeiner negativer Informationsverarbeitung im depressiven Funktionieren betonen.
Wenze et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.