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Schuld erfüllt wichtige prosoziale Funktionen: Sie motiviert Übeltäter, wiedergutzumachen, und stellt somit beschädigte Beziehungen wieder her. Frühere entwicklungspsychologische Forschungen zur Schuld haben sie nicht klar von Mitgefühl für ein Opfer oder einer allgemeinen Tendenz zur Schadenswiedergutmachung unterschieden. Die Autoren testeten 2- und 3-jährige Kinder (N = 62 bzw. 64) in einem 2 × 2 Design, wobei variiert wurde, ob ein Missgeschick jemandem Schaden zugefügt hat und ob die Kinder selbst dieses Missgeschick verursacht haben. Drei-Jährige zeigten das größte Reparaturverhalten, wenn sie das Missgeschick verursacht hatten und es Schaden verursachte, und zeigten damit einen spezifischen Effekt von Schuld. Zwei-Jährige reparierten häufiger, wann immer Schaden verursacht wurde, unabhängig von der Person, die ihn verursacht hat, und zeigten damit nur einen Effekt von Mitgefühl. Schuld als ein unterscheidbarer Motivator prosozialen Verhaltens zeigt sich somit spätestens mit 3 Jahren.
Vaish et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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