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Der Östrogenrezeptor α (ERα) spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation der Nahrungsaufnahme und des Energieverbrauchs durch Östrogene. Obwohl gut dokumentiert ist, dass eine Störung der ERα-Signalübertragung bei ERα-Knockout-Mäusen (ERKO) zu einem fettleibigen Phänotyp führt, sind die Stellen der Östrogenwirkung und die Mechanismen, die diesem Phänomen zugrunde liegen, größtenteils unbekannt. In der vorliegenden Studie nutzten wir die durch adeno-assozierte virale Vektoren vermittelte RNA-Interferenz, um eine gezielte Stilllegung von ERα im ventromedialen Kern des Hypothalamus zu erreichen, einem wichtigen Zentrum der Energiehomöostase. Nach der Hemmung der ERα-Expression in diesem Kern entwickelten weibliche Mäuse und Ratten einen für das metabolische Syndrom charakteristischen Phänotyp, der durch Fettleibigkeit, Hyperphagie, beeinträchtigter Glukosetoleranz und reduziertem Energieverbrauch gekennzeichnet war. Dieser Phänotyp blieb trotz normaler ERα-Spiegel anderswo im Gehirn bestehen. Obwohl ein Anstieg der Nahrungsaufnahme der Gewichtszunahme vorausging, deuten unsere Daten darauf hin, dass ein führender Faktor der Fettleibigkeit in diesem Modell wahrscheinlich ein Rückgang des Energieverbrauchs ist, wobei alle drei wesentlichen Bestandteile betroffen sind, einschließlich freiwilliger Aktivität, Grundumsatz und diätinduzierter Thermogenese. Zusammen deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass ERα in den Neuronen des ventromedialen Kerns des Hypothalamus eine wesentliche Rolle bei der Kontrolle des Energiehaushalts und der Aufrechterhaltung des normalen Körpergewichts spielt.
Musatov et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.