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ZIEL: Trotz des verlängerten nächtlichen Fastens sind Menschen paradoxerweise morgens typischerweise nicht hungrig, und das Frühstück ist normalerweise die kleinste Mahlzeit des Tages. Wir haben untersucht, ob dieses Paradoxon durch einen endogenen circadianen Einfluss auf den Appetit mit einem morgendlichen Tiefpunkt erklärt werden kann, während wir die Auswirkungen von Schlaf/Wach und Fasten/Essen kontrollierten. DESIGN UND METHODEN: Zwölf gesunde, nicht fettleibige Erwachsene (sechs Männer; Alter, 20-42 Jahre) wurden während eines 13-tägigen Laborprotokolls untersucht, das alle Verhaltensweisen, einschließlich eucalorischer Mahlzeiten und Schlafperioden, gleichmäßig über den endogenen circadianen Zyklus verteilte. Die Teilnehmer bewerteten ihren Appetit und ihre Nahrungspräferenzen mithilfe visueller analoger Skalen. ERGEBNISSE: Es wurde ein großer endogener circadianer Rhythmus im Hunger festgestellt, mit dem Tiefpunkt am biologischen Morgen (8 Uhr) und dem Höhepunkt am biologischen Abend (20 Uhr; Höhepunkt-Tiefpunkt-Amplitude = 17%; P = 0,004). Ähnlichphasierte signifikante endogene circadiane Rhythmen waren in den Appetit auf süße, salzige und stärkehaltige Lebensmittel, Früchte, Fleisch/Geflügel, insgesamt Lebensmittel und in Schätzungen, wie viel Lebensmittel die Teilnehmer essen könnten (Amplituden 14-25%; alle P < 0,05) vorhanden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Bei Menschen, die nachts schlafen, könnte der intrinsische circadiane Abendhöhepunkt im Appetit größere Mahlzeiten vor der durch den Schlaf notwendig gewordenen Fastenperiode fördern, während das circadiane morgendliche Tief theoretisch das verlängerte nächtliche Fasten erleichtern würde. Darüber hinaus würde der circadiane Rückgang des Hungers über die Nacht theoretisch den hungerinduzierenden Anstieg durch das Fasten ausgleichen, der andernfalls den Schlaf stören könnte.
Scheer et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.