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‘Mitgefühl’—ein ansprechendes, aber problematisches Wort? Jüngste Studien über Thomas von Aquin fordern eine Neubewertung des Platzes von Mitgefühl als Emotion und Tugend in seiner Behandlung des christlichen moralischen Lebens. Durch eine Analyse relevanter Texte bei Thomas und im Verhältnis zu zeitgenössischen Autoren wie Oliver Davies wird deutlich, dass Mitgefühl eine bedeutendere Rolle in seiner spirituellen/moralischen Theologie spielt, als oft anerkannt wird. Trotz der Grenzen seines psychologischen Modells bietet Aquin eine sorgfältig abgestimmte Darstellung des Mitgefühls als definierender Emotion, der Entwicklung des Mitgefühls innerhalb des Modells der Freundschaft, der Beziehung zwischen Kognition, Affektivität und Handeln, des göttlichen Mitgefühls und der Barmherzigkeit und schließlich des Mitgefühls und der Barmherzigkeit innerhalb der Vergöttlichung durch die unterschiedlichen Modalitäten der Tugenden und Gaben. Nach der Vorschlag von sechs Wegen, wie wir von Aquin lernen können, schließt der Artikel mit einer Reflexion über das undurchdringliche, aber lebensspendende Geheimnis des Mitgefühls.
Thomas D. Ryan (Do,) hat diese Frage untersucht.